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Borat - Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen - So der Titel eines der heiß diskuttiersten Filme des Jahres. Und für wahr: Die Satire um den kasachischen Fernsehreporter Borat Sagdiyev der in den Vereinigten Staaten aufgrund seiner Mentalität und Tradition aneckt und zielsicher von einem Fettnapf in den nächsten watet vermag zu unterhalten. Ob dieser Film jedoch die Komödie des Jahres ist, wie vielfach postuliert wurde, wag ich an dieser Stelle zu bezweifeln. Vielleicht hab ich zuviel erwartet, vielleicht lag es an der deutschen Synchro, vielleicht daran, dass ich unzählige Clips schon vorher kannte und dank der Vielzahl an euphorischen Kritiken eine Erwartungshaltung aufgebaut habe, der der Film einfach nicht gerecht werden konnte. Es war jedenfalls mittelmäßig.
Zudem störrt mich noch ein weiterer Aspekt gewaltig. Von Kritikern wird der Film ja geschätzt, da mit Borats primitiven Ansichten die Vorurteile von Amerikanern offenbar werden. Nun wenn ich mir anschau, wer da gestern im Kino war und an welchen Stellen gelacht wurde läuf mir ein kalter Schauer über den Rücken. Das waren Leute, die eben bei den Judenwitzen abgefeiert haben und Borats Frauenbild amüsant fanden.
Ich bin auch wegen der Zuschauerreaktion leicht verstörrt aus dem Kino rausgegangen (hab noch Kommentare wie "als Deutscher dürfte man sowas natürlich nicht sagen" mitbekommen). Als Film fand ichs wie gesagt nett, aber kein Meilenstein wie so oft schon geschrieben